Zum Hauptinhalt springen Stiftung CBM Luxemburg Menu

Wer wir sind

Fondation CBM Luxembourg ist eine karitative Stiftung, mit dem Ziel, Menschen mit Visusminderung, anderen sensorischen Defiziten oder sonstigen Behinderungen zu helfen, dies insbesondere in den Entwicklungsländern.

Woher stammt der Name?

CBM ist die Abkürzung für „Christoffel Blinden Mission“, in angelsächsischen Ländern auch für „Christian Blind Mission“. Herr Christoffel kümmerte sich bis zu seinem Tod um Visusbehinderte oder Menschen mit anderen Behinderungen. Soweit möglich, führte er sie einer adäquaten Therapie zu. Er bemühte sich um deren aktive Teilnahme in der Gesellschaft („Inklusion“).

Wer war Herr Christoffel1,2?

Herr Ernst J. Christoffel war ein deutscher evangelischer Pastor. Im Jahre 1908 wurde er vom Schweizerischen Hilfskomitee für Armenien beauftragt, sich um die Heimunterbringung armenischer Waisenkinder in Sivas (Türkei) zu kümmern. Christoffel erkennt sofort, dass das Schicksal seh- und hörbehinderter Kinder besonders schwer ist und beschließt, sich fortan besonders um diese Kinder zu kümmern. „Mission“ ist für ihn kompromiss- und selbstlose praktische Hilfestellung, unabhängig von Geschlecht, sozialer Stellung, Religionszugehörigkeit. Später dehnt er seine Tätigkeit auf den Iran und damit auf ein anderes, islamisch geprägtes Land aus.

In Täbris und in Isfahan kümmert er sich um behinderte Kinder und sorgt für deren augenärztliche Versorgung oder andere medizinische Belange, und immer wieder auch für deren Integration in der Gesellschaft. Die zwei Weltkriege zerstören z.T. die errichteten Strukturen. Christoffel baut sie wieder auf, dies bis ins hohe Alter. Er stirbt 1955 in Isfahan, seinem letzten Wirkungsort. Dort ist auch heute noch seine Grabstätte zu besichtigen.

Christoffel im fiktiven Interview 2007

(laut Frau Sabine Thüne; Christoffel-Biographin)

[…]Wir haben stets ihre nationale Herkunft und ihre religiöse Überzeugung geachtet.

Es freut mich wirklich sehr, dass CBM nach meinen Grundsätzen arbeitet und Blindheitsverhütung, Blindenheilung und Ausbildung einheimischer Fachleute als ihre wichtigste Aufgabe ansieht..

Aber auch das Engagement für die Verhütung von Gehörlosigkeit und die Rehabilitation Hörgeschädigter, Körperbehinderter, geistig Behinderter und von Menschen mit psychischen Erkrankungen finde ich einfach überwältigend.[…]

Wie und wann ist CBM gegründet worden?

Christoffels Tätigkeiten fanden bereits Zeit seines Lebens große Sympathie und Aufmerksamkeit, dies über Länder- und Religionszugehörigkeiten hinaus. Aufbauend auf seinen Ideen und Erfahrungen wurde nach seinem Tod 1956 zuerst CBM Deutschland, später CBM in 10 weiteren Ländern gegründet, zuletzt 2021 in Luxemburg. Heute sind die verschiedenen Landesorganisationen in „CBM Global“ und „CBM International“ gruppiert. Sie agieren häufig gemeinsam oder betreuen in Eigenregie umschriebene Landesprogramme, dies in allen Kontinenten der Welt. 

Wie und wofür kann ich spenden?

Wir erhoffen uns, dass die Stiftung CBM Luxembourg das Bewusstsein in unserer Gesellschaft für Sehbehinderung und andere Behinderungen in den Entwicklungsländern schärft. Wir erwünschen uns eine „Grassroot“-Verankerung von CBM Luxembourg in der Gesellschaft. Deshalb ist uns jede Spende, gleich welcher Höhe, gleichermaßen willkommen. Dabei ist es möglich, die Arbeit der Stiftung CBM Luxemburg insgesamt zu unterstützen oder gezielt ein Projekt auszuwählen und nur dieses finanziell zu unterstützen.

CBM in Zahlen

  • 1956

    Erste von CBM finanzierte Operation am Grauen Star in Kabul, Afghanistan

  • 1986

    1.000.000 Operationen am Grauen Star

  • 1989

    WHO erkennt CBM offiziell als Fachorganisation an

  • 2010

    10.000.000 Operationen am Grauen Star

  • 2020

    10 Länderorganisationen, darunter Schweiz, Deutschland, Großbritannien, Irland, Australien, Kenia usw.

  • 2021

    Gründung der Stiftung CBM Luxemburg

Unser Team

Wir sind bunt zusammengewürfelt. Ja, wir kommen aus unterschiedlichen Ecken, sei es in Bezug auf Beruf, Lebensabschnitt und Herkunft. Wir sind zuversichtlich, dass dies uns auch unterschiedliche Perspektiven auf ein und dasselbe Problem bieten wird.

Foto von Diane Wolter

Diane Wolter

Auch wenn Diane Wirtschaft studiert hat, liegt ihr Hauptinteresse seit vielen Jahren im Non-Profit-Sektor. Dort engagierte sie sich zunächst freiwillig, dann auch beruflich, zuletzt als Beraterin in Philantropie für verschiedene Stiftungen. „Gutes zu tun, motiviert mich stets. Es begeistert mich, einen Beitrag zu leisten, Sehbeeinträchtigungen zu vermeiden, zu lindern oder gar zu heilen.“ Diane ist Mitbegründerin und jetzt Präsidentin der Fondation CBM Luxembourg. Seit geraumer Zeit keimte dieses Projekt in ihr, nun ist es Wirklichkeit geworden.

Foto von Hansjörg Baltensperger

Hansjörg Baltensperger

„Wer mit offenen Augen und Herzen durch Leben geht, sieht die Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Dies begleitet mich seit Jahren und motiviert, mit meinem Leben einen Unterschied zu machen. Seit 17 Jahren leite ich die CBM Schweiz und freue mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen an den Aufgaben der CBM in Luxemburg mitzuarbeiten. Davor lebte ich viele Jahre im Ausland und arbeitete in verschiedenen Funktionen.“

Foto von Michelle Berna-Thill

Michelle Berna-Thill

Michelle Berna-Thill ist Augenärztin in Luxemburg. „Hier hat jeder Zugang zu einer schnellen Behandlung von Augenproblemen, mit modernster Diagnostik, allen nötigen Therapien, und abgedeckt durch eine sehr komplette und gerechte Krankenversicherung. Trotz grosser Fortschritte ist in weiten Teilen der Welt aber selbst die Grundversorgung eines Refraktionsfehlers mit Brille oder die Operation am Grauen Star immer noch keine Selbstverständlichkeit und für die Betroffenen und ihre Familien mit hohen, teils unbezahlbaren Kosten sowie Beeinträchtigungen im täglichen Leben verbunden. Die Lösungen an denen CBM mitarbeitet sind kreativ und wirksam.“

Foto von Nico Diederich

Nico Diederich

„Ein Projekt neu aufbauen, hat mich stets begeistert.“ – „Durch meine tägliche Arbeit mit Patienten, aber auch durch meine klinischen Forschungen zu Visuseinbussen bei der Parkinson-Krankheit erlebe ich tagtäglich, wie wichtig intakte Vision für unsere zwischenmenschliche Kommunikation, ja für unser Leben ist.“ Ich arbeite als Neurologe („Coopérant“) am Centre Hospitalier de Luxembourg und unterrichte Neurologie als APL-Professor an der Universität Köln. Auch in der Freizeit bin ich ein Visus-Begeisterter: Hobby-Fotograf, emsiger Museums-besucher.

Foto von Frank Groben

Frank Groben

Frank Groben ist Direktor des Kompetenzzentrums SEHEN (Centre pour le développement des compétences relatives à la vue – CDV) in Luxemburg. Sein Anliegen war es stets Menschen mit einer Seheinschränkung eine unbehinderte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben (Familie, Bildung, Beruf, Freizeit, autonomen Wohnen) zu gewährleisten. Hierzu besteht es großes Angebot in Luxemburg. Sein Engagement bei CBM fußt auf der Überzeugung, dass wir auf allen Ebenen uns stets bemühen sollten, Menschen überall auf der Welt den Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung zu gewährleisten.

Foto von Mark Schmid

Mark Schmid

Mark Schmid ist Leiter Internationale Programme bei CBM Schweiz. Seit seiner Jugend stehen gerechte Beziehungen zum Globalen Süden und Entwicklungszusammenarbeit im Zentrum seiner Engagements. Durch klare Ausrichtung und gute Prozesse soll in der internationalen Zusammenarbeit eine nachhaltige Veränderung erreicht werden mit dem Ziel, den Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. Mark bewegt sich gerne in der Natur und erkundet auch die Jogging-Pfade, wenn er in Projektländern unterwegs ist.

Foto von Isabelle Schwall

Isabelle Schwall

Als Rechtsanwältin, mit ihrer juristischen Ausbildung, nicht nur Paragraphen wälzen, sondern Menschen unmittelbar helfen. Isabelle sieht es als Pflicht und zugleich als Privileg an, einen Teil ihrer Zeit, ihrer Fähigkeiten und ihrer Expertise dem öffentlichen Wohl und gemeinnützigen Zwecken zu widmen. Lange Zeit war auch ihr Leben durch eine große Sehschwäche geprägt. Heute will sie den Menschen, welche nicht wie sie das Privileg einer Augenlaserbehandlung genossen, zur Wiedererlangung ihrer Sehkraft verhelfen.

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